Frankfurt Ironman 1. Juli 2007

 

Text: freundlicherweise zur  Verfügung gestellt von Klaus Herrmann

In Frankfurt waren unter mehr als 2300 Teilnehmern vier Skizünftler vertreten, die allesamt schon in den letzten Jahren Erfahrung auf der Langstrecke gesammelt hatten. Trotzdem ist es aber erforderlich einen mehrmonatigen Trainingsaufbau zu absolvieren und sich gezielt auf den Tag X vorzubereiten. Mit einem akribischen Trainingsplan ging Jürgen Elsässer diese schwere Aufgabe an, er hatte sich eine Zeit unter 11 Stunden als Ziel gesetzt. Die Brüder Uwe und Gerry Lercher waren nicht ganz so konsequent, versuchten aber durch harte und intensive Trainingseinheiten den gewünschten Erfolg zu erzielen. Frank Debus gestaltete seine Vorbereitung sehr individuell und träumte im Vorfeld von der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Hawaii. Zum Schwimmstart am frühen Sonntagmorgen herrschten ideale Bedingungen. Bei knapp 20 Grad Wassertemperatur waren die Neoprenanzüge zum Kälteschutz beim Schwimmen obligatorisch. Auf der Radstrecke war es zunächst sonnig und warm, später bewölkt und es kam leichter Wind auf, was zum Marathonlauf ebenfalls optimale Voraussetzungen ergab. Schnellster Kornwestheimer im Wasser war Elsässer, der mit seinen 1.12 Std. eine gute Zeit vorlegte. Zwei Minuten später folgte Debus, bevor mit schon großem Rückstand nach 1.26 Std. Gerry Lercher und mit 1.31 Std. sein Bruder Uwe folgten. Die zwei Runden der sehr aufwändig abgesperrten Radstrecke führten quer durch die City von Frankfurt und dann nördlich in Richtung Bad Nauheim. Jürgen Elsässer sorgte für eine gleichmäßige Belastung indem er sich streng an seine Pulsvorgaben hielt und regelmäßig Flüssigkeit und Nahrung aufnahm. Dies ist ungemein wichtig, um für den Marathon noch die notwendigen „Körner“ zu haben.

Uwe Lercher fuhr zwei gleichmässige Radrunden, hatte aber unterwegs durch seinen neuen Aerolenker Probleme mit dem Rücken und konnte nicht lange in der Aeroposition fahren. Frank Debus war schon nach enttäuschender Leistung auf dem Rad der Traum von Hawaii geplatzt. Mit folgenden Radzeiten fuhren die Skizunftathleten in die Wechselzone: Elsässer 5.35 Std., Uwe Lercher 5.33 Std., Gerry Lercher 5.50 Std., Debus 6.25 Std. Der Marathonlauf war über vier Runden direkt am Frankfurter Mainufer abgesteckt. Für Elsässer lief alles perfekt, er fühlte sich gut und konnte seine geplanten Kilometerzeiten konstant halten. Erst zur zweiten Hälfte ließen die Kräfte nach und das Tempo fiel ab. Dennoch reichte es zu einer Laufzeit von 4.02 Std., was eine Endzeit von 10.56 Std. ergab. Damit hatte er sein Ziel von elf Stunden deutlich unterboten und war mit seiner Leistung sichtlich zufrieden. Mit eisernem Willen kämpften sich die beiden Lerchers von einer Verpflegungsstation zur nächsten, um den Zieleinlauf auf dem vollbesetzten Frankfurter Römer zu erreichen. Sie liefen nach 12.28 Std. bzw. 12.56 Std. erschöpft aber glücklich ins Ziel. Für Debus reichte es nur zu einer Endzeit von 13.25 Std. Das Profirennen war fest in Deutscher Hand, bei den Herren setzte sich Timo Bracht mit neuem Streckenrekord in 8.09 Std. gegen den jungen Michael Göner aus Reutlingen durch. Bei den Damen kam es nach einem Kopf an Kopf Rennen zwischen Nicole Leder und Andrea Brede zu einer Sprintentscheidung auf den letzten Metern, die Nicole Leder mit wenigen Sekunden Vorsprung gewinnen konnte.

 

Skizunft Kornwestheim
Abteilung Triathlon
KHE - Klaus Herrmann

 

 

Zeiten:

Name insgesamt schwimmen radfahren laufen
Frank Linkhauer 10:27:02 1:12:42 5:34:19 3:32:59
Jürgen Elsässer 10:56:21 1:12:16 5:35:22 4:02:03
Bernd Lohberger 12:12:17 1:21:16 5:41:44 4:58:13
Uwe Lercher 12:28:13 1:31:07 5:33:44 5:14:31
Gerry Lercher 12:56:58 1:26:27 5:50:43 5:29:49
Frank Debus 13:25:44 1:14:54 6:25:26 5:30:25

 

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